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LOGI Diät nach Dr. Worm

Aktualisiert: 4. Dez 2018 @ 18:00

Die LOGI Diät

Die LOGI Diät, vor etwa 10 Jahren von Dr. Worm mitbegründet, ist ein Ernährungskonzept, welches auf Dauer angelegt ist.

LOGI DiätNach Dr. Worm’s Argumentation tappen wir heute in eine Wohlstandsfalle, weil wir zuviel essen, das Falsche essen und und uns dazu nicht mehr ausreichend bewegen! Dieses versucht er auf drei Ebenen nachzuweisen: der Epidemiologie, der modernen Stoffwechselforschnung und der Evolutionsbiologie. Während die ersten beiden Bereiche heute wissenschaftlich unbestritten sind, wird die „Steinzeit-These“ heftig diskutiert. Letztendlich spielt das aber keine Rolle. Entscheiden für seine Betrachtung sind die weltweit, vor allem in den Industrienationen ansteigenden Zahlen von Erkrankungen bezüglich erhöhtem Blutdruck, erhöhten Blutfettwerten, erhöhtem Blutzucker und erhöhte Insulinkonzentrationen im Blut. Und er sieht darin einen direktem Zusammenhang mit der hiesigen Ernährung. Sein Konzept: Senkung des Blutzuckerspiegels durch korrekte Ernährung. LOGIsch!

LOGI ist die Abkürzung von „LOw Clycemic and Insulinemic Diet“, also einer Ernährungsvariante, die darauf abzielt, deinen Insulinspiegel und damit deinen Blutzuckerspiegel niedrig zu halten. Das funktioniert durch die Reduzierung von stärke- und zuckerreduzierter Kost (also den Kohlenhydraten). Wenn du jetzt denkst, das machen die anderen Low Carb Diäten doch auch. Richtig! Stimmt absolut.

Der Unterschied ist aber folgender: LOGI vermindert nicht unbedingt die Kohlenhydrate, sondern schaut auch auf deren Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Gut sind alle Lebensmittel, die einen niedrigen glykämischen Index (GI) haben. Der GI ist eine Größe für die Blutzuckerwirksamkeit von Kohlenhydraten. Das heißt, er gibt an, wie hoch und wie schnell der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittels ansteigt.

Hinweis: Als Referenzwert gilt reiner Traubenzucker (Glukose) mit einem Wert von 100. Also für dich der schlechtest möglichste Wert. Geht sofort ins Blut. Je niedriger der glykämische Index eines Nahrungsmittels, desto günstiger für deine Gesundheit, desto langsamer strömt der Zucker in deinen Körper.

Wie funktioniert LOGI?

Es gibt hier kein Stufenmodell. Du fängst mit LOGI einfach an und machst das idealerweise ein (langes) und gesundes Leben lang.

Basis ist die LOGI-Pyrmide:

LOGI PyramideUm die Ernährungs-grundlagen zu vermitteln, hat Dr. Worm seine LOGI-Pyramide entwickelt. Dabei stellen stärkefreies und stärkearmes Gemüse und Obst die Basis der Ernährung dar. Von Salaten und Gemüse kannst du täglich reichlich essen – im Prinzip so viel du willst. Ideal wäre es, wenn du dabei stärkearmes aber ballaststoffreiches Gemüse präferierest. Diese sättigen am besten, und wegen ihrem geringen glykämischen Index beeinflussen sie deinen Stoffwechsel in idealer Weise.

Auch Obst kannst du im Prinzip reichlich essen. Ideal sind beispielsweise verschiedenen Beerensorten. Bei sehr süßen Früchten solltest du jeweils nur kleine Portionen essen. Denn je süßer die Frucht, desto größere ist die Mengen Zucker bzw. Kohlenhydrate enthalten und bewirkt so eine relativ hohe glykämische Last.

Für den Gemüse- und Obst-Konsum gilt auch bei der LOGI-Methode die bekannte „Fünf am Tag“-Empfehlung. Allerdings sollte das Gewicht auf mindestens drei Portionen Gemüse liegen, ergänzt durch zwei Portionen Obst pro Tag.

Auf dem Speiseplan stehen aber vor allem viel Gemüse, Salate, frische Früchte sowie reichlich eiweißhaltige Nahrung wie Fleisch, Geflügel und Fisch, Milchprodukte und Nüsse sowie Hülsenfrüchte. Ebenfalls von wichtiger Bedeutung sind hochwertige Fette und Öle.

Vollkornprodukte sind nicht verboten, werden aber bewusst nur in kleinen Portionen verwendet. Auch nicht verboten aber dennoch nicht empfohlen sind Getreideprodukte aus raffiniertem Mehl (Weißmehl), Kartoffeln und Süßwaren.

Wirkungen

 

 

Dein Sportprogramm sollte nun auch dauerhafter Bestandteil deines Lebens werden.

Mal so ganz allgemein gesprochen..

Die LOGI-Diät hat den Anspruch, keine Diät zu sein, sondern erklärt sich zum dauerhaften Ernährungskonzept. Diesen Anspruch haben aber auch die allermeisten Low Carb Diäten. Also nix neues an dieser Stelle!

Was macht Dr. Worm mit seiner LOGI-Ernährungsweise nun wirklich anders oder besser? Er geht das bekannte „Kohlenhydratproblem“ mit dem Fokus an, dass Kohlenhydrate per se erst einmal nicht schlecht sind. Er argumentiert mit dem glykämischen Index und/oder der glykämischen Last. Wir haben dazu einen eigenen Beitrag geschrieben.

Doch diese Vorgehensweise schafft einige Probleme, auf die wir kurz eingehen möchten:

Wenn du das LOGI Konzept verstanden hast, solltest du dir auch einen differenzierten Umgang mit den beiden LOGI-Stellschrauben, glykämischen Index oder glykämischen Last, aneignen. Denn welcher Wert auch immer in den LOGI- Tabellen und Rezepten aufgelistet sein mag, die tatsächliche Blutzuckerreaktion hängt – zusätzlich zu den Lebensmitteln und ihrer Zubereitung – stark davon ab, mit welchen anderen Lebensmittel sie in Kombination verzehrt werden. Bei einigen Lebensmitteln sind blutzuckersenkende Wirkungen bekannt (z.B. Kleie, Grapefruit, Zimt). In Kombination mit Ballaststoffen führen sie zu einer längeren Verweildauer der Nahrung in Magen und Darm und verlangsamen daher die Kohlenhydrataufnahme. Auch die Wirkung des Fettgehalts eines Lebensmittels spielt auf den Blutzuckereffekt eine ebenfalls bedeutende Rolle.

Also, Zubereitung (kalt, lauwarm, warm, heiß) und Kombination mit anderen Lebensmitteln haben große Auswirkung sowohl auf den glykämischen Index als auch die glykämischen Last.

Dennoch, hat man dieses einmal verstanden, erschließt sich bei der LOGI Methode die großartige Welt der mediterrane Ernährung. Und da auch Kohlenhydrate  hier ihren Platz finden, aber eben nur in bewußt angepasster Form, ist die Umstellung zur Diät nicht groß. Und da Dr. Worm seine Ernährung an die jeweilige, persönliche Bewegungsintensistät des Einzelnen anpasst, passt die LOGI Methode gut in unsere heutige Zeit.

Auch in diesem Buch zeigt Worm die Nachteile der kohlenhydratlastigen Ernährung. In welchen Lebensmittel sie zu finden sind und wieviele wir eigentlich davon nur brauchen. Je mehr wir sitzen, desto weniger benötigen wir diese. Seiner Meinung nach sollten es nicht mehr als ca. 60-80g am Tag sein…………..Das dazu passende Kochbuch, zeigt neben einer Einführung in die Grundlagen der Flexi Carb-Ernährung, 60 leckere mediterrane Rezepte, die sehr einfach nachzukochen sind. Das dort beschriebene Ernährungsmodell teilt in drei verschiedene Carb-Typen (100Carb, 150Carb und 200Carb) ein. So kann der einzelne Carb-Typ genau die auf ihn abgestimmten Rezepte verwenden. Wir finden, dass ist ein super Sache. Leicht und einfach und effektiv.

Abgerundet wird das Kochbuch mit einem Wochenplan, einer passenden Einkaufsliste sowie vielen praktischen Tipps für die Anwendung zu Hause. Ein mediterranes Lebensgefühl kommt dabei schnell auf.

 

Bewegung

Zur Gewichtsreduktion und gesunden Lebensführung gehört nach Worm auch eine ausreichende und regeglmäßige Bewegung. Das Thema kommt bei LOGI ergänzend hinzu. Worm liefert selbst jedoch kein konkretes Bewegung- und Sportprogramm

 

Allen Low Carb-Diäten ist darüberhinaus gemein, dass sie anfänglich zu Verdauungs- und Umstellungsproblemen führen (können). So auch bei der Strunz-Diät. Du solltest daran denken, dass dein Körper sich an die täglich hohen Eiweiß- und Gemüsemengen erst einmal gewöhnen muss. Auch die Umstellungsphase des Stoffwechsels von der Zucker- auf die Fettverbrennung kann einige Tage lang Unannehmlichkeiten bereiten.

Unser Fazit & Meinung:

Vorab: Klar ist aber auch, dass jeder Mensch unterschiedlich gut mit der Stoffwechselumstellung zurechtkommt. Je älter, je dicker, je kränker, desto schwieriger. Insbesondere kranke Menschen sollten sich vorher ein ärztliches ok gegen lassen.

Wir halten die Forever Young Diät von Dr. Strunz ingesamt für wirklich sehr gut, wenn…

…du nicht unbedingt jedes Wort auf die Waage legst und nicht jede Regel stumpf nach Vorschrift befolgst!

Das Übergewichtige zum Abnehmen erst einmal ihren Stoffwechsel wieder auf Fettverbrennung bringen müssen, ist logisch, aber nicht so einfach. Die Stufe 1 versucht das mit Low Carb und Eiweiß. Und das funktioniert in der Tat sehr gut, und natürlich noch besser, wenn sportliche Aktivitäten mit ins Spiel kommen. Bei der Nahrungsumstellung spielen viele noch mit, aber das tägliche Sportprogramm wird oftmals zum Stolperstein der Abnehmwilligen, insbesondere wenn sie sehr viel Übergewicht haben. Und das war’s dann mit der Diät.

Daher unser Rat:

Wir wissen aus vielen Abnehmerfolgen, dass der erfolgreichere Weg so geht: Durch die Nahrungsumstellung (in der Stufe 1) nimmst du ab. Du musst dich nur daran halten. Und mit dem Abnehmerfolg bekommst du nach und nach ein besseres Körpergefühl. Und mit weiterem Abnehmen kommt irgendwann auch die Lust zur Aktivität. Das kann Spazierengehen sein, oder Walking. Mache eben dass, was du täglich machen kannst. Auch die Zeitdauer ist egal. Fange mit ein paar Minuten an und steigere dich. Diese Vorgehen benötigt deutlich mehr Zeit als bei Strunz. Die Stufe 1 kann dann auch 4 Wochen dauern; Sport ist hier nachrangig.

Dann gehe in die Stufe 2, auch wenn du noch wenig Sport machen kannst. Auch hier gilt, je mehr du abnimmst, desto mehr Körperbewußtsein bekommst du. Und je mehr Körperbewußtsein du hast, desto eher fängst du mit den von Strunz empfohlenen sportlichen Aktivitäten an.

Wir haben noch einen Tipp zum kostenintensiven Eiweißkonsum: Eiweiß ist für das Abnehmen unerlässlich. Weglassen ist daher nicht! Wer die leckeren, aber teuren Shakes vermeiden möchte, kann hier auf günstigen Magerquark (nicht Joghurt!) ausweichen. 100g Magerquark enthalten 12g Eiweiß, 3,9g Kohlenhydrate und 0,2g Fett. Wer rechnen kann sieht, das eine 250g Packung etwa 30g Eiweiß liefert. Was will man mehr. Du darfst aber jetzt nicht Marmelade oder ähnliches reinmachen, sonst machst du dir deine Diät kaputt. Wir haben für dich ein leckeres Rezept fürs Frühstück.

 

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Weitere Info’s zur Strunz-Diät

Dr. Strunz hat mehrere Bücher veröffentlich, zu den Themen Diät, Ernährung, Sport und Rezepte:

 

Quellen: http://www.logi-methode.de/startseite.html, https://de.wikipedia.org/wiki/Glykämische_Last

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