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Spargel – Tipps & Wissenswertes rund um das Power-Gemüse

Aktualisiert: 30. Nov 2018 @ 1:13

Endlich ist es wieder soweit. Spargelzeit! Tipps, Tricks & Wissenswertes zu diesem außergewöhnlichen Power-Gemüse.

 

Spargel

Die Spargel-Saison startet im April und dauert bis zum 24. Juni eines Jahres. Der 24. Juni gilt tatsächlich als das offizielle „Spargelsylvester“.

Warum aber gerade bis zum 24. Juni eines Jahres?

Die Spargelsaison endet am Johannistag, dem 24. Juni, damit der Pflanze noch ausreichend Zeit gegeben wird, durchzuwachsen und einen grünen Busch zu bilden. Vom 24. Juni bis zum ersten Frost sollten es mindestens 100 Tage sein. Diese Zeit braucht der Spargel, um genügend Kraft für das nächste Jahr zu sammeln.

Natürlich kann man auch schon vorher den Spargel kaufen, obgleich da noch gar keine Spargelzeit ist. Grund dafür ist, dass Bauern ihre Spargel-Felder mit Folie abdecken und die Erde beheizen. Durch die zusätzliche Wärme wachsen die Spargel schneller und können daher auch früher geerntet werden.

Wegen seines arbeitsintensiven Anbaus gehört der Spargel leider zu den teueren Gemüsearten. Seine zahlreichen gesundheitlichen Vorteile machen aber den Preis mehr als wett.

Nährwerte: Wie gesund ist das Power-Gemüse?

Spargel ist ein guter Vitamin- und Mineralstoffspender. Der grüne Spargel hat da gegenüber dem weißen einen deutlichen Vorteil. Dieser wächst im Gegensatz zum weißen oder violetten Spargel komplett über der Erde. Durch die Sonne bildet sich dann auch das typisch grüne Chlorophyll. Das sorgt für den intensiveren Geschmack und eben für ein mehr an Nährstoffen als beim weißen Gegenüber.

Spargel besteht aus ca. 94 % Wasser, 2 % Eiweiß, 1,9 % resorbierbaren Kohlenhydraten, 1 % Ballaststoffe und 1 % Mineralien und nur zu 0,1 % Fett. Spargel enthält Kalium, Phosphor, Calcium, Natrium, die Vitamine A, B1, B2, C und Niacin sowie weitere bioaktiven Pflanzenstoffe, die Blutbildung fördernde Folsäure und die Asparaginsäure. Vor allem Letztere verleiht dem Spargel entwässernde und die Nieren anregende Wirkung.

Spargel wirkt entwässernd und entgiftend, weshalb die Chinesen schon vor 5000 Jahren auf den Spargel als Heilpflanze setzten. Kurzum: Grüner Spargel gilt als Super Food.

Gerade sein hoher Kaliumgehalt bei gleichzeitig niedrigen Natriummengen macht aus dem Spargel ein reinigendes und stark harntreibendes Lebensmittel. Er ist damit bestens geeignet für Menschen mit Problemen beim Wasserlassen. Das gilt im übrigen auch für das Verhindern oder Auflösen von Nierensteinen.

Spargel ist wegen seines Folatreichtums (Folsäure) auch Ideal für Schwangere und Stillende.

Bedenke: Ein ausgewogener Folatspiegel senkt insbesondere das Risiko von Geburtsfehlern bei Neugeborenen. Bereits 100 Gramm Spargel enthalten 21,5 % vom normalen Tagesbedarf an Folsäure.

Spargel ist aufgrund seiner Nährwertzusammensetzung äußerst kalorienarm. Damit ist es auch für Abnehmwillige ein absolut perfektes Gemüse; du kannst dich daran einfach bedenkenlos satt essen! Und damit du nicht bei der dazu passenden (Butter)Sauce wieder alles zunichte machst, haben wir für dich auf smarter-essen eine paar tolle Saucenrezepte zusammengestellt.

Spargel entgiftet

Spargel erhöht den körpereigenen Glutathionsspiegel. Glutathion (GSH), auch γ-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin, ist ein Tripeptid, das aus den drei Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin gebildet wird. Es ist in fast allen Zellen in hoher Konzentration enthalten und gehört zu den wichtigsten als Antioxidans wirkenden Stoffen im Körper. Glutathion unterstützt auch die Leber bei all ihren Entgiftungsaktivitäten.

Diese Entgiftung zeigt sich aber nicht in dem unangenehmen Geruch beim Wasserlassen. Verantwortlich für diese etwas unangenehmen Begleiterscheinung ist die im Spargel enthaltene schwefelhaltige Carbonsäure Asparagusinsäure, die in unserem Körper zu schwefelhaltigen Verbindungen umgewandelt wird und die dann geruchsintensiv ausgeschieden werden.

Spargel für gesunde Blutgefässe

Im Spargel finden wir noch weitere interessante bioaktive Pflanzenstoffe, sogenannte Flavonoide. Darunter sind Inulin, Carotin, Lutein, Zeaxanthin, Rutin und Quercetin. Und gerade Rutin und Quercetin schützen und reparieren unsere Blutgefäße. Das kennen wir auch vom OPC, den oligomeren Proanthocyanidinen.

Spargel-Kochzeiten

Exakte Angaben lassen sich hier natürlich nicht machen, denn die Kochzeiten hängen immer von der der Sorte und der jeweiligen Dicke der Stangen ab. So wird grüner Spargel deutlich kürzer gekocht als weißer Spargel. Auch ist es immer eine individuelle Geschmacksache, ob der Spargel weich oder noch leicht bissfest sein soll.

SorteKochdauer
Weißer Spargel15 - 20 Minuten
Grüner Spargel8 - 10 Minuten

Schälen oder nicht schälen?

Weißer Spargel muss vor dem Kochen geschält werden, insbesondere solltest du die holzigen Stellen am Stilende entfernen.
Grüner Spargel  muss nicht geschält werden. Dennoch können sich holzige oder faserige Stellen im unteren Drittel befinden. Diese sollten du dann ebenfalls wegschneiden.

Kochen mit Salz und Zucker und Zitrone?

Egal ob es sich um frischen oder gefrorenen, grünen oder weißen Spargel handelt, er sollte immer in bereits kochendes Wasser gegeben werden. Sobald der Spargel immer Wasser ist, die Hitze auf leichtes köcheln herunterdrehen. In das Wasser selbst kannst du 2 TL Salz und 1/2 TL Zucker (zur Neutralisierung möglicher Bitterstoffe) geben. Da in heutigen Züchtungen jedoch kaum noch Bitterstoffe zu finden sind, kannst du getrost auf Zucker verzichten.

Auf jeden Fall gehört ins Spargelwasser ein Schuss Zitronensaft, wenn man weißen Spargel zubereitet. Das bringt die schöne weiße Farbe deutlicher hervor und hellt den Spargel auf. Beim Kochen von Grünspargel ist dies nicht notwendig. Grünspargel solltest du nach dem Kochen in Eiswasser blanchieren (wenn du ihn für Salate oder ähnlichem verwenden möchtest). Denn dann behält er auch seine herrlich grüne Farbe.

Kann man Spargel auch roh essen?

Ja. Ist sogar sehr gesund.

Wir sind – wie du merkst – Spargel Fans und freuen uns jedes Jahr auf die Spargel Saison. Damit es auch dir in der Küche garantiert nicht langweilig wird, haben wir hier unsere Low Carb Spargel-Rezepte zusammengestellt. Und wie kann es auch anders sein, Sauce Hollandaise ist auch dabei – und was für eine!

 

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Quellen:
    • Spargelnet siehe: https://www.spargel.net
    • https://www.zentrum-der-gesundheit.de/spargel.html
    • https://de.wikipedia.org/wiki/Glutathion

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