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Sind Salate eigentlich Gesund?

Aktualisiert: 30. Nov 2018 @ 18:12

Salate! Was steckt wirklich in dem grünen Zeug?

Salaten eilt der Ruf voraus, sie seien gesund. Neben vielen Vitaminen und Mineralien hätten sie eine Menge Ballaststoffe. Salaten wird darüber hinaus auch einen weiteren positiven gesundheitlichen Effekt zugeschrieben: sekundäre Pflanzenstoffe, die sogenannte Antioxidantien, denen man eine krebspräventive Wirkung unterstellt.

Salatteller

Tatsächlich haben Salate im Vergleich zu anderen Gemüsesorten weniger Vitamine und Mineralien. Außerdem verflüchtigen sich vor allem die Vitamine im abgeernteten Salat relativ schnell. Daher sollten sie auch am Tag der Kaufes gegessen werden. Licht, Temperatur und Zeit verringern die sowieso dürftige Vitaminmenge nochmals.

Aber wie sieht es denn mit den wertvollen Ballaststoffen aus? Salate sollen doch eine Menge davon haben. Irrtum! Ein Salat hat im Durchschnitt pro 100 Gramm 0,5 – 1 Gramm davon. Die gleiche Menge Pommes hat sogar 2,5 Gramm.

Wenn jetzt die DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung seit Jahren fordert, wir sollten 30 Gramm Ballaststoffe täglich zu uns nehmen, wären dass im Schnitt zwischen 20 und 40 Schüssel Salat. Am Tag!

Aber dennoch kann man durchaus Salat-Liebhaber sein. Vor allem wegen des Geschmacks. Wenn schon Salate, dann achte aber darauf: wegen der flüchtigen und mageren Vitaminmenge, hängt die Nährstoff- und Vitaminfülle des Salates vom Zeitpunkt seiner Ernte ab. Du solltest daher immer zur Sorte der Saison greifen. Im Frühling Batavia und die grünen Salate. Kopfsalat aus deutschem Freilandbau gibt es dann von Anfang Mai bis November.

Im Winter kannst du ruhigen Gewissens auf Kopfsalat verzichten. Er hat weder Geschmack noch Vitamine. In der kalten Jahreszeit nimmst du dann eher die klassischen Wintersorten wie Feldsalat, Chicorée oder Radicchio. Aber wie immer gilt: je frischer, desto besser. Der Salat, der frisch vom Feld kommt, enthält noch viele Aromen und Inhaltsstoffe. Salate aus Spanien, Italien oder neuerdings aus Asien ergeben hier keinen Sinn.

Nährstoffe im Vergleich

Schauen wir uns doch im direkten Vergleich die Nährstoffe von den üblichen verdächtigen Salaten, Gemüsen und Fleisch an. Wir sehen, dass frische (!) Salate zum Gemüse etwas schlechter abschneiden an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Zur hochgelobten fettarmen Hähnchenbrust, sind sie bis auf B-Vitamine aber nicht weit weg. Die Vorteile beim Grünzeug (Salate und Gemüse) liegen aber klar bei Vitamin A, C, E und K sowie Beta-Carotin. Unser Tipp: Iss einfach Hähnchenbrust mit Gemüse und einem herrlichen frischen (!) Salat. Ziemlich Low Carb. Ziemlich gesund!

Nährstoffvergleich

 

Die Kalorienfalle

Salat ist per se ja sehr kalorienarm, doch damit er auch nach etwas schmeckt, wird in der Regel viel Öl, Essig, Zucker, Sahne und Co. dazu gemischt. Und wer hier bei den Dressings nicht aufpasst, der hat schnell ein paar Kalorien kreiert, die aus dem Salat eine vollwertige Mahlzeit machen. Du kannst das ganze dann auch noch mit Parmesan und Brot-Croutons krönen. Mit Low Carb hat das aber dann nicht mehr viel zu tun.

Die Quadratur des Salates! Smoothies

Um den Effekt der hilfreichen Pflanzenstoffe quasi zu potenzieren, hat Victoria Boutenko, eine in den USA lebende Russin, die grünen Smoothies entwickelt. Dabei nahm sie 60 Prozent der dickflüssigen Säfte aus pürierten, ganzen Früchten (Äpfeln, Heidelbeeren, Mango oder Zitronensaft) und mixte sie mit 40 Prozent grünem Blattgemüse. So könnten wir von einer Fülle an Vitaminen, Mineralien, sekundären Pflanzenstoffen und essenziellen Aminosäuren aus dem Pflanzengrün profitieren. Und diese Idee ist so gut angekommen, dass überall auf der Welt der (grüne) Smoothie zu Recht Einzug in die gesunde Küche gefunden hat.

Fazit

Wir sehen das Thema überhaupt nicht negativ. Salate sind eine tolle, leichte Mahlzeit. Auch wenn Sie nicht ganz so viel Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten – wie vermutet – so sind sie dennoch ein wertvoller und leckerer Nährstoffgeber. Insbesondere wenn du sie mit Fisch, Fleisch und Gemüse kombinierst, bekommst du reichlich deinen täglich Bedarf an Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelementen und sekundäre Pflanzenstoffe zusammen.

Wir halten es außerdem nicht unbedingt sinnvoll, einzelne Nahrungsmittel herauszunehmen und zu analysieren, ob gut oder schlecht. Das tägliche Gesamtwerk an Nahrungsmittel ist für dich und deine Gesundheit entscheidend. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

 

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Quelle: http://www.planet-wissen.de/gesellschaft/lebensmittel/salat/pwiediesalatluegewiegesundsinddieblaetter100.html, http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/ernaehrung-was-den-salat-so-gesund-macht-a-785380.html, https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCner_Smoothie

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